24. August 2013

Käthe Kollwitz Museum in Köln

Käthe und Karl Kollwitz    © VG Bild-Kunst, Bonn 2013


























 Ein weiteres mal in Köln und das erste mal im Käthe Kollwitz Museum am Neumarkt. Am Anfang war ich schon ein wenig über den Ort des Museums verwundert. Es ist im gleichen Gebäude wie eine noble Shoppingmall untergebracht. Dabei steht für mich Käthe Kollwitz (1867-1945) klar für die Auseinandersetzung mit der Arbeiterbewegung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und nicht für Konsum und Co.  Zwischen den Geschäften und dem Museum liegen aber immerhin 4 Stockwerke. 

© VG Bild-Kunst, Bonn 2013
Das Museum selber ist der Künstlerin absolut würdig. Eine klare und übersichtliche Hängung. Die Räume wirken durch das gedämpfte Licht etwas gedrungen (Das Papier der meisten Drucke kann „normales“ Licht nicht gut ab und würden dadurch zerstört werden). Dieses leicht beklemmende Gefühl in den Räumen unterstützt die Wirkung der Bilder aber noch zusätzlich (wobei diese es eigentlich nicht bräuchten). 
 

© VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Krieg, Tod und Verlust!  Neben diesen Eigenschaften zeigen die Werke aber zudem intensive Liebe, Nähe und Entschlossenheit. Die Reihen zum "Weberaufstand" oder auch zu den "Bauernkriegen" faszinieren durch ihre klare Bildsprache und ihrer Tiefe im Detail. Gut in Szene gesetzt wurden auch die Skizzen und die Beziehung zu "ihren" Hauptwerken. Es lässt den einen oder anderen Schritt von der Idee zum vollendeten Werk nachvollziehen. 

© VG Bild-Kunst, Bonn 2013


Über das Leben und die Einstellung zur Kunst wird der Besucher in ungezwungener Art informiert. Neben der Zeitleiste am Anfang der Ausstellung, geben immer wieder die Beschreibungen zu den Werken Einblicke in das Leben und die Ansichten von Käthe Kollwitz. Diese Anmerkungen beinhalten zudem die eine oder andere Anekdote.


© VG Bild-Kunst, Bonn 2013
 Das Kinderferien-Programm des Museums war ein schöner Kontrast bei der zum Teil schweren Kost der gezeigten Bilder. Etwa 10 Kinder waren dabei in der Mitte des Museums Drucke anzufertigen. Sie lachten, spielten und waren auch sonst einfach Kinder. Ich glaube Käthe Kollwitz, bei der Kinder eine wichtige und oft tragische Rolle im Werk spielen, wäre beglückt bei diesem Anblick gewesen.

Wer sich für Käthe Kollwitz und/oder die Zeit der Arbeiterbewegung in der Zeit von 1900 bis 1945 interessiert, ist diese Ausstellung wirklich zu empfehlen. Allen anderen auch!


ÖffnungszeitenDi-Fr 10:00 - 18:00 Uhr,
Sa/So und an Feiertagen 11:00 - 18:00 Uhr,
Mo geschlossen    

Eintritt 4€ (ermäßigt 2€)
Adresse:
Neumarkt 18-24
50667 Köln

www.kollwitz.de




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